Department for BioMedical Research (DBMR): Schlapbach Lab

T-Zellen bei entzündlichen Hautkrankheiten

Die Haut ist unser grösstes Organ und steht ständig in Kontakt mit der Umwelt. Eine gut funktionierende Immunabwehr ist deshalb besonders wichtig. Verschiedene T-Zell-Populationen tragen dazu bei, Krankheitserreger zu erkennen und die Abwehrreaktion zu koordinieren.

Werden T-Zellen übermässig aktiviert oder unzureichend reguliert, können sie Entzündungen auslösen oder aufrechterhalten. Dies spielt beispielsweise bei Hautkrankheiten wie Psoriasis oder atopischer Dermatitis eine wichtige Rolle.

Unsere Forschungsgruppe untersucht die Rolle verschiedener T-Zell-Populationen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung entzündlicher Hautkrankheiten. Dabei interessieren uns insbesondere die zellulären, molekularen, mechanistischen und metabolischen Prozesse, die das Verhalten und die Funktion dieser Zellen steuern.

Ein besseres Verständnis dieser Mechanismen kann dazu beitragen, entzündliche Hautkrankheiten gezielter zu behandeln und die Gesundheit sowie Lebensqualität betroffener Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Forschungsprojekte

AhR-Projekt

VTAMA ist eine topische, AhR-modulierende Creme zur Behandlung der Psoriasis. Unser Projekt untersucht, wie der darin enthaltene Wirkstoff Tapinarof den Arylkohlenwasserstoffrezeptor (AhR) aktiviert und dadurch die Funktion von T-Zellen in entzündeter Haut beeinflusst.

Im Fokus stehen insbesondere IL-17-produzierende T-Zellen und die Frage, wie ihre Aktivität durch metabolische Veränderungen beeinflusst und gedämpft wird.

Anhand isolierter T-Zellen, menschlicher Hautproben und ex vivo-Hautmodellen untersuchen wir die Wirkungsweise von Tapinarof auf Zell- und Gewebeebene. Ziel ist es, die Rolle des AhR und die Wirkung von VTAMA bei entzündlichen Hautkrankheiten besser zu verstehen. Dieses Wissen kann langfristig die Grundlage für einen gezielteren therapeutischen Einsatz schaffen. 

Abb. 1: Immunfluoreszenzfärbung menschlicher Haut. Die weisse Linie markiert die Grenze zwischen Epidermis (E) und Dermis (D). Zellkerne sind mit DAPI blau, T-Zellen anhand von CD3 grün und das am Fettsäurestoffwechsel beteiligte Enzym CPT1A rot dargestellt.

Präzisionsmedizin

Ziel der Präzisionsmedizin ist es, Krankheiten auf individueller Ebene besser zu charakterisieren und Diagnostik sowie Therapie gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten abzustimmen.

Mithilfe der NanoString-Technologie untersuchen wir Genexpressionsmuster zur molekularen Charakterisierung entzündlicher Hautkrankheiten. Ergänzend analysieren wir mit der NULISA-Plattform zahlreiche Proteine und Entzündungsmediatoren, um potenzielle Biomarker für eine präzisere Diagnostik und Therapiekontrolle zu identifizieren.

 

Preise und Ehrungen 

Christoph Schlapbach

  • 2024: Paul-Langerhans-Preis der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF)
  • 2019: European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) Award
  • 2017: Haller-Medaille der Universität Bern
  • 2017: LEO Foundation Silver Award
  • 2016: Peter-Hans-Hofschneider-Stiftungsprofessur für Molekulare Medizin
  • 2014: Pierre Fabre Skin Cancer Award
  • 2014: Aufnahme in die ESDR Academy for Future Leaders in Dermatology 

 

Nicole Bertschi

  • 2023: Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) für neue immunologische Therapien atopischer Erkrankungen
  • 2023: Preis des Bern Immunology Club (BIC) für die beste Publikation
  • 2022: Pfizer Dermatology Award
  • 2021: ADF-Forschungspreis Atopische Dermatitis

 

Mitglieder der Forschungsgruppe

Fatima Ali Ebrahim
Laborantin
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Nicole Leonie Bertschi
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Oliver Thomas Steck
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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Yuliya Skabytska
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Angela Vallone
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Sebastian Wildi
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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